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Der falsche Patient im falschen Termin ist kein Buchungsfehler, sondern ein Managementproblem
Wenn Terminarten, Abfragen und Zuständigkeiten nicht zur tatsächlichen Versorgung passen, entsteht der Engpass bereits vor dem Arztkontakt. Gute Patientensteuerung bringt den richtigen Patienten zur richtigen Zeit in den passenden Versorgungsprozess.
Die Operationszeit ist nur ein Teil eines ambulanten Eingriffs. Patientenauswahl, Voruntersuchung, Aufklärung, Material, Hygiene, Personal, Dokumentation und Nachsorge entscheiden darüber, ob ein OP-Tag sicher und verlässlich funktioniert.
Kauf und Verkauf einer Arztpraxis: Die steuerliche Architektur der Transaktion
Warum Kaufpreis, Transaktionsform, Finanzierung und Kaufpreisallokation aus Käufer- und Verkäufersicht gemeinsam modelliert werden müssen – vom Asset Deal bis zur MVZ GmbH.
Selbstzahlerleistungen können medizinisch sinnvoll sein und zusätzliche Optionen eröffnen. Voraussetzung sind eine individuelle Indikation, verständliche Nutzen- und Risikoinformationen, transparente Kosten und echte Entscheidungsfreiheit.
Qualitätsmanagement im MVZ: Dokumentiert ist noch lange nicht umgesetzt
Ein vollständiges Handbuch und unterschriebene Unterweisungen beweisen noch nicht, dass ein Prozess im Alltag funktioniert. Qualitätsmanagement beginnt dort, wo Standards angewendet, Abweichungen erkannt und Verbesserungen nachverfolgt werden.
Wirtschaftlichkeit und Medizin sind keine Gegensätze
Medizinische Entscheidungen müssen sich am Wohl des Patienten orientieren. Dauerhaft gute Versorgung braucht zugleich wirtschaftliche Stabilität. Das Problem beginnt nicht mit wirtschaftlichem Denken, sondern mit falschen Anreizen und fehlender Transparenz.
Ambulant vor stationär bleibt eine politische Floskel, solange die Finanzierung das Gegenteil belohnt
Die Verlagerung geeigneter Leistungen in den ambulanten Bereich ist medizinisch und gesundheitsökonomisch sinnvoll. Sie funktioniert aber nur, wenn Finanzierung, Investitionen, Personal und Verantwortung gemeinsam mit den Leistungen verlagert werden.
Biosimilars in der Augenheilkunde: Der niedrigste Preis schafft noch keine erfolgreiche Versorgung
Biosimilars können Wettbewerb schaffen und Arzneimittelausgaben reduzieren. In der IVOM Versorgung entscheidet jedoch nicht allein der Einkaufspreis. Medizinische Eignung, Lieferfähigkeit, Vertragslage, Prozesskompatibilität und Patientenkommunikation sind ebenso relevant.
Der Arzt ist nicht immer der Engpass, häufig ist es der Prozess
Bei Kapazitätsproblemen wird häufig zuerst nach mehr ärztlicher Arbeitszeit gesucht. In vielen Fällen liegt die eigentliche Begrenzung jedoch in Terminplanung, Diagnostik, Raumbelegung, Aufgabenverteilung oder Dokumentation.
Fachkräftemangel ist nicht nur ein Arbeitsmarktproblem, sondern auch ein Führungsproblem
Der Fachkräftemangel in medizinischen Berufen ist real. Trotzdem darf er nicht zur pauschalen Erklärung für jede unbesetzte Stelle und jede Kündigung werden. Arbeitgeber müssen sich auch mit Führung, Vergütung, Arbeitsorganisation und Entwicklungsmöglichkeiten auseinandersetzen.
Wachstum im MVZ ist kein Erfolg, wenn die Organisation nicht mitwächst
Mehr Standorte, mehr Ärzte und steigende Umsätze sehen nach Erfolg aus. Entscheidend ist jedoch, ob Führung, Prozesse und Verantwortlichkeiten mithalten. Sonst vergrößert Wachstum nicht die Leistungsfähigkeit, sondern vor allem die bestehenden Probleme.
Warum die Glaukomvorsorge kassenfinanziert werden sollte
Kurzfassung eines veröffentlichten Fachkommentars zur medizinischen, gesundheitspolitischen und gesundheitsökonomischen Einordnung der Glaukomfrüherkennung.
In unregelmäßigen Abständen teile ich fachliche Einordnungen, Managementinstrumente und Erfahrungen aus ambulanter Versorgung, MVZ Führung und Healthcare Strategy.